Weltweiter Halbleiterumsatz im Januar rückläufig

Übliche saisonale Faktoren sorgten laut Semiconductor Industry Association für einen Rückgang gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich zeigt sich ein positiver Trend.

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Der weltweite Umsatz mit Halbleitern ist im Januar 2003 gegenüber Dezember 2002 um 2,4 Prozent auf 12,2 Milliarden US-Dollar (11,3 Milliarden Euro) gefallen. Der Verband der Halbleiterbranche Semiconductor Industry Association (SIA) macht übliche saisonale Faktoren für den Rückgang verantwortlich. Der weltweite Branchenumsatz ist jedoch im Vergleich zu Januar 2002 um 22 Prozent gestiegen.

Der Umsatz der Halbleiterfirmen in Europa schrumpfte im Januar gegenüber dem Vormonat um drei Prozent auf 2,47 Milliarden US-Dollar. Er stieg verglichen mit Januar 2002 um 16 Prozent. Die anderen Regionen hatten im Januar dieses Jahres gegenüber Dezember 2002 einen Umsatzrückgang von 2,1 Prozent bis 2,4 Prozent verbucht. Sie steigerten ihren Chipumsatz jedoch gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 2,8 Prozent (USA) bis 34 Prozent (Japan).

Die SIA rechnet für das gesamte Jahr 2003 mit einem zweistelligen Umsatzzuwachs der globalen Chip-Branche. Die Prognose wurde mit steigenden Informationstechnologieausgaben, mit dem starken Mobilfunkmarkt sowie Netzwerkbedürfnissen begründet.

Marktprognosen gehen nach Angaben der SIA von einem Anstieg der Informationstechnologieausgaben von 4 bis 7 Prozent und von 10 bis 14 Prozent höheren Absatzzahlen bei Personalcomputern aus. Es gebe weltweit 160 Millionen bis 180 Millionen ältere installierte PCs, die in dem erwarteten Modernisierungszyklus ersetzt werden müssten.

Der Mobilfunkmarkt repräsentiere 25 Prozent der Chip-Nachfrage und sei weiterhin stark. Die Verbraucher gingen auf neue Mobilfunktechnologie über, einschließlich smarten Handys mit digitalen Kameras, E-Mail, drahtlosem Internet-Zugang und Videospielen. (anw)