Medien: T-Mobile geht in Großbritannien mit Orange zusammen

Die Telekom bringt ihre britische Mobilfunktochter T-Mobile UK jüngsten Berichten zufolge in ein Joint Venture mit Orange ein, der Tochter des französischen Ex-Monopolisten France Télécom.

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Die Zukunft der britischen Mobilfunktochter der Deutschen Telekom ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge entschieden. T-Mobile UK und Orange stünden kurz vor einer Einigung über eine Fusion, berichten die Nachrichtenagentur Dow Jones sowie das Manager Magazin unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Kreise. Die Deutsche Telekom und der französische Ex-Monopolist France Télécom wollen demnach ihre britischen Töchter in ein Joint Venture einbringen.

Am Wochenende hatten britische Zeitungen berichtet, Spaniens Telefónica und der britische Vodafone-Konzern hätten ein Milliarden-Angebot vorgelegt. Die Gebote seien der Telekom zu niedrig gewesen, heißt es nun. Ein mögliches Zusammengehen mit der France-Télécom-Tochter war trotz der Übernahmeangebote als Option nie vom Tisch. Den Berichten zufolge soll das Abkommen noch am heutigen Montag unterzeichnet und morgen bekannt gegeben werden. Beide Unternehmen haben die Berichte nicht kommentiert.

Das Joint Venture der beiden kleineren britischen Netzbetreiber wird mit zusammen 37 Prozent Marktanteil nach Umsatz die neue Nummer Eins auf dem britischen Mobilfunkmarkt. Der bisherige Spitzenreiter Telefónica-O2 mit knapp 28 Prozent und Vodafone mit knapp 25 Prozent folgen auf den Plätzen.

Über die Zukunft von T-Mobile UK wird seit einigen Monaten spekuliert. Die Telekom war mit den Ergebnissen der britischen Tochter zuletzt nicht zufrieden und suchte nach Alternativen. Telekom-Chef René Obermann hatte sich im August zu den Gerüchten nicht konkret äußern wollen. Die Telekom kämpft im schwierigen britischen Mobilfunkmarkt mit sinkenden Umsätzen und verlor zuletzt viele Kunden an die Konkurrenz. (vbr)