eBay krempelt Kleinanzeigengeschäft um
Die bisherige Kleinanzeigenseite Kijiji soll künftig nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, das Hauptgeschäft wird unter dem neuen Namen ebay-kleinanzeigen.de abgewickelt.
- Peter-Michael Ziegler
Der Online-Auktionsbetreiber eBay baut sein Kleinanzeigengeschäft in Deutschland um. Die bisherige Kleinanzeigenseite Kijiji werde künftig nur noch für Kontaktanzeigen und Ferienwohnungen genutzt, erklärte der Chef des internationalen Kleinanzeigengeschäfts bei eBay, Jacob Aqraou, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Das Hauptgeschäft soll künftig unter dem Namen ebay-kleinanzeigen.de laufen – und später einmal Querverbindungen zum Auktionsportal haben.
So könnten etwa Kategorien, die es auf eBay derzeit nicht gibt, zu einer Kleinanzeigenkategorie gemacht werden, sagte Aqraou der FAZ. "Dabei ist es auch möglich, dass Anzeigen vom eBay-Marktplatz zu eBay-Kleinanzeigen wandern. Das ist mit der gleichen Marke leichter zu machen als vorher." Aqraous Angaben zufolge hat Deutschland im Online-Kleinanzeigengeschäft einen "großen Nachholbedarf". Menschen in den USA oder Frankreich würden "20-mal mehr Zeit" auf Kleinanzeigenseiten verbringen.
Der kalifornische Konzern hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, seine Aktivitäten im Kleinanzeigengeschäft künftig ausdehnen zu wollen. Geld will das Unternehmen durch Werbung und kostenpflichtige Zusatzfunktionen verdienen. "Zum Start sind wir für alle Nutzer kostenfrei", versicherte Aqraou. Auf lange Sicht werde aber auch an Einstellgebühren für Anzeigen in Kategorien, "in denen viel Geld steckt", gedacht. Zum eBay-Konzern gehört auch die erfolgreiche Fahrzeugplattform mobile.de, die weiter internationalisiert werden soll. (pmz)