Silverlight 4 unterstĂĽtzt DRM von Offline-Inhalten

Auf der International Broadcast Conference nächste Woche wird Microsoft eine frühe Vorschau auf Silverlight 4 geben, und auch die neue Version 3 der Media Services der Internet Information Services spielen auf der Amsterdamer Veranstaltung eine Rolle.

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Von
  • Alexander Neumann

Microsoft will auf der International Broadcast Conference (IBC) nächste Woche in Amsterdam eine frühe Version von Silverlight 4 zeigen, seiner Technik zum Entwickeln und Darstellen von Rich Internet Applications (RIA). Der Flash- und JavaFX-Rivale soll Digital Rights Management (DRM) für offline betriebene Inhalte ermöglichen, die durch Microsofts PlayReady-Technik unterstützt werden. Dadurch können Studios für gewöhnlich auf DVD- und Blu-ray-Disc-Filmen zu findende Extras online anbieten, die sonst allein digital vertrieben werden. Weiterhin soll Silverlight 4 nativen Multicast-Support erhalten, also die simultane Nachrichtenübertragung eines Signals über unterschiedliche Empfänger.

Microsofts ehrgeizige Ziele sehen Silverlight nächstes Jahr auf der Hälfte aller Geräte mit Internetanschluss. Zurzeit finden sich die unterschiedlichen Versionen der RIA-Technik den Statistiken von riastats.com zufolge bei etwas über 27 Prozent. Flash, das schon länger als Silverlight verbreitet wird, ist auf nahezu jedem Gerät installiert. Einen Termin für die finale Version gibt Microsoft in der Ankündigung nicht.

In den nächsten 30 Tagen ist Microsoft zufolge zudem mit Version 3.0 der Internet Information Services (IIS) Media Services zu rechnen, einer HTTP-basierten Medien-Plattform zum Abspielen von HD-Streamings mit Protokoll-Funktionen für die Datenanalyse. Die neue Version unterstützt das sogenannte "Live Smooth Streaming" von Inhalten, eine Technik, die – seit Mai in einer Beta vorliegend – bei den French Open, der Tour de France und Michael Jacksons Trauerfeier genutzt wurde.

Das der Technik unterlegte Protokoll "Smooth Streaming Transport" beschreibt, wie sich Audio- und Video-Inhalte über ein HTTP-Netzwerk verteilen und "cachen" lassen. Mit den Smooth-Streaming-Diensten ermitteln Server und Player die optimale Bandbreite, um ruckelfreies Abspielen zu gewährleisten. (ane)