Google Maps als Spielbrett für "Monopoly"

Das Brettspiel lässt sich seit heute online direkt gegen andere Internetnutzer spielen. Allerdings gibt es zum Start noch Probleme mit der Technik.

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Das altehrwürdige Kapitalisten-Brettspiel "Monopoly" lässt sich seit heute live im Internet spielen. Als "Spielbrett" dienen von Google Maps bereitgestellte Karten. Registrierte Spieler können wie sonst am Spieltisch Straßen kaufen, darauf Gebäude bauen, Mieten kassieren und Straßen verkaufen. Auch können sie mit anderen Spielern über den Kauf einer Straße verhandeln, nach dem Zufallsprinzip Ereigniskarten aufnehmen – und Kontrahenten sabotieren. Ziel des Spiels "Monopoly City Streets" ist es, bis zum 31. Januar 2010 der "reichste Immobilienmagnat auf diesem Planeten" zu werden.

Jeder Spieler bekommt zum Start 3 Millionen Monopoly-Dollar. Das Hans-Leip-Ufer zwischen Hamburger Elbchaussee und Elbe kostet beispielsweise 1 Million Monopoly-Dollar und damit genau so viel wie die Pennsylvania Avenue in Washington, in der das Weiße Haus steht. Auf die Straßen können die Spieler 27 Gebäudetypen vom Einfamilienhaus bis zum Wolkenkratzer setzen. Anderen Spielern kann das Geschäft vermasselt werden, indem "Störgebäude" auf deren Straßen gesetzt werden. Das können Mülldeponien oder Kohlekraftwerke sein. Diese können mit einer "Bulldozer-Ereigniskarte" beseitigt werden. Schutz vor "Störgebäuden" bieten "Bonusgebäude", also ein Stadion, ein Park oder eine Schule.

Mit der Installation von GoogleEarth kann das virtuelle Spielbrett um dreidimensionale Bilder erweitert werden. Offenbar gibt es aber momentan mit der Technik hinter dem neuen Angebot noch Probleme. Im Weblog dazu heißt es, die Server seien stark belastet, die Registrierung laufe derzeit nur langsam. Mitunter ist die Website gar nicht zu erreichen. Das Spiel basiert auf dem Material, das von Google Maps und dem Projekt Open Street Maps bereitgestellt wird. Es sind nur Straßen käuflich, wenn sie in den Karten von beiden Angeboten verzeichnet sind. (anw)