Alcatel fordert staatliche UnterstĂĽtzung beim Netzausbau
Der Ausbau von Breitband-Netzen soll den Telecom-Markt ankurbeln, in ländlichen Gebieten seien die Kosten für die Infrastruktur aber wesentlich höher als in den Städten.
Der Telekommunikationsausrüster Alcatel macht sich für eine stärkere staatliche Unterstützung beim Ausbau von Breitband-Netzen stark. "In ländlichen Gebieten liegen die Kosten für die Infrastruktur wesentlich höher als in den Städten", sagte Heinrich Kreutzer, Technikvorstand von Alcatel SEL, am Mittwoch in Stuttgart. Der Staat könne zum Beispiel mit steuerlichen Vergünstigungen Anreize schaffen, sodass die Netzbetreiber schnelle Internet-Zugänge und Fernsehen übers Telefonkabel auch außerhalb der Ballungsräume zur Verfügung stellen. Ansonsten drohe eine "digitale Spaltung" der Bevölkerung.
Kreutzer rechnet damit, dass schnelle, breitbandige Verbindungen sowohl im Mobilfunk per UMTS als auch zu Hause oder im Büro mit DSL den Telekommunikationsmarkt wieder ankurbeln. "Das Interesse bei den Endkunden ist ungebrochen." Ende 2002 hatten 3,2 Millionen Deutsche einen DSL-Anschluss, weltweit sind es 62,6 Millionen. Alcatel ist dabei mit einem Anteil von fast 38 Prozent Weltmarktführer. Die verschiedenen Breitband-Technologien wie DSL, TV-Kabel oder UMTS würden sich in Zukunft gegenseitig ergänzen, betonte Kreutzer. (dpa) / (jk)