LEDs als Lichtquelle für den OP

Ein italienischer Hersteller will in wenigen Monaten eine Operationsleuchte auf den Markt bringen, die mit weißen LEDs bestückt wird.

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Von
  • Dr. Veronika Winkler

Bislang werden in Operationssälen Halogenleuchten verwendet, die außer Licht auch noch viel Wärme abgeben. Sie trocknen so die Operationswunde des Patienten aus, die deswegen feucht gehalten werden muss. Solche Erschwernisse im OP könnten bald der Vergangenheit angehören. Nach Angaben der kalifornischen LED-Firma Lumileds, stehen Operationslampen auf Leuchtdiodenbasis bereits kurz vor der Markteinführung. Demnach bringt der mit Lumileds zusammenarbeitende italienische Hersteller Rimsa in wenigen Monaten eine Operationsleuchte namens PentaLED heraus, die mit 5 von Lumileds derzeit besten weißen LED bestückt wird.

Die Leuchte soll so eine Gesamthelligkeit von 600 Lumen erreichen. Da sie nur den kleinen Ausschnitt rund um die Operationsöffnung bestrahlt, ergibt das eine hinreichende Beleuchtungsstärke von 50.000 Lux. Zum Vergleich: Eine 100-Watt-Glühbirne bringt es auf etwa 1200 Lumen und in einem Meter Entfernung auf 100 Lux; mit einer guten Bündelung kann der zweite Wert noch auf ein Mehrfaches gesteigert werden. Außerdem verbraucht PentaLED mit nur 25 Watt etwa ein Drittel der sonst üblichen Leistung. Die Lebensdauer der Lampe soll rund 50.000 Betriebsstunden betragen und damit Halogenleuchten um das 25-fache übertreffen. (Veronika Winkler) / (wst)