Boeing und Hughes einigen sich mit US-AuĂźenministerium

Untersuchungen gegen die Satellitenspezialisten wegen Weitergabe von sicherheitstechnisch relevanter Weltraumtechnologie an China werden eingestellt.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Boeing Satellite Systems und Hughes Electronics haben sich mit dem US-Außenministerium auf die Zahlung von rund 32 Millionen US-Dollar geeinigt.Im Gegenzug werden Untersuchungen gegen die Satellitenspezialisten wegen Weitergabe von sicherheitstechnisch relevanter Weltraumtechnologie an China eingestellt, berichtet das Wall Street Journal. Demnach zahlen Boeing und Hughes in den nächsten sieben Jahren rund 20 Millionen US-Dollar Strafe und bauen für etwa 12 Millionen US-Dollar eine Abteilung aus, die die Einhaltung der US-Exportrestriktionen und Sicherheitsrichtlinien überwachen soll. Die drohende Geldstrafen von bis zu 60 Millionen US-Dollar und verschärfte Exportauflagen sind damit vom Tisch.

Das US-Außenministerium hatte die Firmen Anfang Januar beschuldigt, 1995 und 1996 in 123 Fällen gegen die US-Exportregulierungen verstoßen zu haben. Verschiedene US-Satellitenbetreiber hatten in dieser Zeit wegen fehlender Raketenkapazitäten in den USA mit Genehmigung der US-Regierung chinesische Trägerraketen angemietet -- im Zuge dieser Zusammenarbeit sollen die Chinesen angeblich Zugang zu sensitiven Technologien gehabt haben. (wst)