Sonys Liebeswerben um Palmsource und Symbian
Ein Interview mit dem Sony-Chef schĂĽrt Spekulationen um Palmsource, den Software-Ableger des Handheld- und PDA-Spezialisten Palm.
"Würden Sie Palms Software-Geschäft kaufen?" "Ja, wenn sie verkaufen wollen." Klare Worte findet Nobuyuki Idei, Chef des japanischen Unterhaltungselektronik-Giganten Sony, anscheinend in einem Interview mit dem US-Magazin AlwaysOn. Konkrete Pläne oder gar Verhandlungen gibt es allerdings nicht -- denn näher über mögliche erweiterte Beziehungen zu Palmsource lässt sich Idei nicht aus. Bislang ist Sony bereits mit 6 Prozent an der ausgelagerten Software-Sparte des PDA- und Handheld-Spezialisten Palm beteiligt.
Palm sei dort stark, wo die Mobiltelefone technisch schwach seien. Deshalb hätten sie eine gute Marktposition in den USA, meinte Idei. In Japan könne man aber Geräte mit Palm OS nicht verkaufen, da dort die Handys bereits schneller und besser ausgestattet seien. Es sei aber beispielsweise nicht klar, ob man auf Symbian setzen solle. An Symbian ist Sony ebenfalls, gemeinsam mit einigen Mobilfunkspezialisten wie Nokia oder Ericsson, beteiligt; mit Ericsson betreiben die Japaner gemeinsam das Handy-Joint-Venture Sony Ericsson.
"Ich kann ihnen nicht sagen, warum Sony Symbian OS auf seinen Handys und Palm OS auf seinen PDAs einsetzt", meinte Idei selbstironisch. Selbst Bill Gates habe ihn gefragt, ob er verrückt sei. Idei betont auf jeden Fall, dass er entweder Symbian oder Palm kaufen würde, wenn dies möglich sei. Palm sei vor einiger Zeit noch ein viel zu einfaches System gewesen, aber sie würden immer besser. Das Problem sei momentan, dass Sony an Palm sehr viel Geld für die Lizenzgebühren überweisen müsse. (jk)