Handy-Bedienung per Fingerzeig

Siemens will auf der CeBIT zwei mobile Endgeräte zeigen, die ohne Tastenbedienung auskommen.

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Von
  • Murat Ă–zkilic

Knöpfchen drücken, Rädchen drehen, Schiebeschalter bewegen -- ein Mobiltelefon oder einen PDA zu bedienen erfordert mitunter gut trainierte Finger und ein solides Nervenkostüm. Siemens will auf der CeBIT (Halle 26, Stand 31) zwei Prototypen-Geräte zeigen, mit denen die Handhabe um einiges konfortabler vonstatten gehen soll. Ein Handy mit einer virtuellen Maus-Bedienung sowie ein neuartiger 3D-Touchscreen sollen es dem Anwender erlauben, mit einer kurzen Handbewegung Menüs, Piktogramme und andere Steuerungselemente zu kontrollieren.

Die virtuelle Maus funktioniert über eine Kamera, die auf der Rückseite eines Gerätes angebracht ist und ihr Bild auf das Geräte-Display überträgt. Wenn der Benutzer etwa einen normalen Schreibstift in 30 Zentimeter Entfernung vor die Kamera halte, erkenne das System dessen Spitze als Mauszeiger, berichtet das Unternehmen. Im Display erscheine dann an der Stiftspitze ein roter Punkt. Mit den Bewegungen des Stifts könne der Benutzer den Punkt über das Display steuern und die Funktionen des Handys bedienen, etwa eine Rufnummer wählen, SMS-Texte eingeben, zeichnen oder spielen.

Beim 3D-Touchscreen-Display soll die Eingabe über eine eingeblendete Tastatur erfolgen, die auf Bewegungen reagiert. Halte man seinen Finger darüber, vergrößere sich der betreffende Bildschirmbereich und man könne mit einem Druck in Richtung Oberfläche Buchstaben oder eine Zahl auswählen. Das Display soll mit einem Touchscreen-Sensor arbeiten, in dessen Glas eine unsichtbare Matrix eingebettet sei, die das elektrische Feld eines sich nährenden Fingers messe; es ermittele so dessen exakte Position und stelle sie auf dem Display dar. (mur)