AdLINK weiter in den roten Zahlen

Trotz deutlicher Umsatzzuwächse und positivem EBITDA im vierten Quartal weist der Internet-Werbevermarkter AdLINK für 2002 erneut hohe Verluste aus.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Internet-Werbevermarkter AdLINK bleibt in der Verlustzone. Im vierten Quartal 2002 vergrößerte das mehrheitlich von der United Internet AG (1&1, GMX, Schlund+Partner) gehaltene Unternehmen sein Minus vor Steuern gegenüber dem Vorjahresquartal um 700.000 Euro auf 3,4 Millionen Euro. Grund dafür seien Sonderabschreibungen -- darunter Buchwertberichtigungen in Höhe von 2,2 Millionen Euro -- gewesen, teilte das Unternehmen am Freitag in Montabaur mit. Der Umsatz stieg im vierten Quartal 2002 nach vorläufigen Zahlen auf 11,6 Millionen Euro. Gegenüber dem vierten Quartal 2001 bedeutet dies ein Plus von 65,7 Prozent.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei hingegen mit 44.000 Euro im vierten Quartal 2002 erstmals positiv gewesen, teilte AdLINK mit. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte das am Neuen Markt notierte Unternehmen noch einen EBITDA-Verlust von 1,9 Millionen Euro ausgewiesen.

Der vorläufige Vorsteuerverlust für das Gesamtjahr 2002 lag nach Angaben des Unternehmens -- vor den Kosten für Restrukturierung und von Minderheitsbeteiligungen -- bei 8,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte er 19,8 Millionen Euro betragen. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr 2002 auf 39,2 Millionen Euro -- ein Plus von 60 Prozent gegenüber 2001.

Zum Jahresende 2002 beschäftigte die AdLINK Internet Media AG nach eigener Aussage 123 Mitarbeiter. Ein Jahr zuvor waren es noch gut 200 gewesen. Der Online-Werbevermarkter, der unter anderem die Web-Seiten von MTV, CeBIT, Deutsche Börse, GMX und Axel Springer vermarktet, ist in 13 Ländern vertreten. (pmz)