Sun verhandelt mit SuSE
Sun Microsystems spricht mit dem deutschen Linux-Distributor. Dabei geht es anscheinend um eine Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen.
Vertreter von Sun Microsystems sprechen derzeit mit dem deutschen Linux-Distributor SuSE. Laut Medienberichten könnten die Gespräche auf eine Partnerschaft mit dem deutschen Linux-Distributor hinauslaufen, vielleicht auch zusammen mit anderen Distributoren wie zum Beispiel Red Hat. SuSE-Sprecher Christian Egle wollte heise online gegenüber lediglich bestätigen, dass seine Firma mit Sun verhandle: "Wir wollen Dinge gemeinsam tun." Weitere Informationen waren ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu entlocken.
Ein Argument für Kooperationen lässt sich schnell finden: Die Entwicklung, Marketing und Service für ein eigenes Linux ist kostspielig. Für SuSE könnte dabei sprechen, dass das Unternehmen bei United Linux, den Bestrebungen für eine einheitliche Linux-Distribution, eine herausgehobene Stellung hat. Der deutsche Linux-Distributor übernimmt im Entwicklungsprozess die Rolle des Integrators; ein Großteil der Entwicklung soll in Nürnberg stattfinden.
Sun bezeichnet sich selbst als "Linux-Supporter der ersten Stunde", arbeitet aber erst seit dem Jahr 2000, seit der Übernahme von Cobalt Networks, so richtig an einem eigenen Linux. Das Unternehmen preist sein eigenes Betriebssystem Solaris hingegen gern als "Highend-Linux". Ähnliche Kooperationen wie diese, die sich zwischen Sun und SuSE andeutet, haben die Konkurrenten von IBM, Dell und HP schon länger. (anw)