C&C: Generals und PlayStation-2-Spiele auf dem Index
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat die Indizierung des EA-Titels bestätigt; zusätzlich kamen drei PlayStation-2-Games auf den Index.
Jetzt ist es offiziell: Ein Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) hat die Indizierung des PC-Taktikspiels C&C: Generals bestätigt. Gleichzeitig setzte die Behörde Spiele für Sonys PlayStation 2 auf den Index: GTA: Vice City, Red Faction und Resident Evil: Code Veronica X dürfen ab dem 29.3.2003 nicht mehr beworben oder an Minderjährige verkauft werden.
Bereits wenige Tage nach dem Eilbeschluss der BPjS hatte der Entwickler Electronic Arts die vorläufige Indizierung von C&C: Generals heftig kritisiert. Das Unternehmen könne nicht verstehen, warum man ein Spiel indiziere, das zuvor vom Gremium der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle eine Altersfreigabe ab 16 erhalten habe. "Wir sind äußerst verwundert und auch betroffen über diesen beispiellosen Vorgang, da die Verlautbarungen des Familienministeriums in Person von Ministerin Schmidt zum Teil falsch und unsachlich sind", sagte Dr. Jens Uwe Intat, Geschäftsführer Electronic Arts für die mitteleuropäischen Länder.
Familienministerin Renate Schmidt hatte die BPjS-Entscheidung zu C&C Generals begrüßt: "Solche kriegsverherrlichenden Computerspiele wie C&C: Generals, die den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen wehrlose Menschen zum Ziel erhoben haben, sind grundsätzlich verabscheuenswert." Für Spiele-Fans war die Entscheidung dagegen Anlass, eine Initiative zu starten, die eine Klage beim EU-Gerichtshof gegen die Indizierung von Computerspielen einreichen soll. (daa)