Online-Datenbank informiert über kontaktallergenes Potenzial von Chemikalien

Die Datenbank soll Kenntnisse über die sensibilisierende Wirkung der Stoffe und Zubereitungen sowie über die Art des Kontakts vermitteln und ist für Ärzte, Wissenschaftler, Behörden und die Industrie gedacht.

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Eine neue Internetdatenbank informiert über Chemikalien, die bei Kontakt mit der Haut Allergien auslösen können. Die Datenbank Chemikalien und Kontaktallergie ist über die Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Bonn und über das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Köln zugänglich.

Die in der Datenbank enthaltenen 244 Chemikalien wurden nach der Stärke ihres so genannten kontaktallergenen Potenzials drei Kategorien zugeordnet. 2,4-Dinitrofluorbenzol zum Beispiel ist als "bedeutendes Kontaktallergen" der Kategorie A zugeordnet, da eine starke kontaktallergene Wirkung am Menschen nach kurzer und/oder geringer Exposition unter Berücksichtigung der vorliegenden tierexperimentellen Ergebnisse nachgewiesen wurde.

"Viele synthetisch hergestellte Chemikalien und Inhaltsstoffe von Naturprodukten können bei Berührung mit der Haut sogenannte allergische Kontaktekzeme hervorrufen. Um eine Kontaktallergie zu verhindern oder zu behandeln, werden Kenntnisse über die sensibilisierende Wirkung der Stoffe und Zubereitungen sowie über die Art des Kontakts benötigt", heißt es beim BfR.

Die Datenbank ist als Hilfe für Ärzte, Wissenschafter, Behörden und Industrie gedacht. Die Datensammlung wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Zusammenarbeit mit Universitäten, wissenschaftlichen Oberbehörden und der Chemischen Industrie am BfR erarbeitet. (anw)