US-Gericht weist Sammelklage gegen Handy-Hersteller ab
Die Kläger wollten erreichen, dass Handy-Hersteller ihre Geräte immer zusammen mit Headsets ausliefern.
Ein US-amerikanisches Gericht hat eine Sammelklage gegen Nokia und Motorola sowie 25 weitere Handy-Hersteller zurückgewiesen. Die Kläger hatten von den beiden Unternehmen verlangt, ihre Geräte mit dem Hinweis zu versehen, die Verwendung eines Headsets mindere das Risko, an einem Gehirntumor zu erkranken. Außerdem sollten die Hersteller ihre Geräte immer zusammen mit Headsets ausliefern, berichten US-amerikanische Medien.
Richterin Catherine Blake des United States District Court begründete ihre Entscheidung damit, das Begehren der Kläger stehe im Konflikt mit Bestrebungen des US-Kongress, einheitliche Sicherheitsstandards für Mobiltelefone zu entwickeln. Sollte die Klage zugelassen werden, würde ein Gericht die Rolle übernehmen, die eigentlich den Abgeordneten oder der Federal Communications Commission und der Food and Drug Administration zusteht. Die gleiche Richterin hatte im September 2002 die Einzelklage eines Neurologen abgewiesen. Dieser hatte 800 Millionen US-Dollar Schadenersatz verlangt, weil er meinte, sein Gehirntumor sei durch die Benutzung eines Handys verursacht worden.
Siehe dazu auch: (anw)
- Mobilfunk und Gesundheit -- die Angst vor dem Unbekannten
- Klage wegen Elektrosmog gegen Mobilfunkkonzerne
- US-Klagen von Hirntumor-Patienten gegen Mobilfunkindustrie