Deutsche Telekom plant Verkauf der französischen Festnetztochter
Die Telekom nennt als Anwärter für Siris den Telekommunikationsanbieter Louis Dreyfus Communications.
Die Deutsche Telekom will ihre französische Festnetzgesellschaft Siris verkaufen. Die Konzernsparte T-Systems plane den Verkauf von Siris an den Telekommunikationsanbieter Louis Dreyfus Communications (LDCOM), teilte die Deutsche Telekom AG heute mit. Danach wäre LDCOM für T-Systems künftig Vertriebspartner im französischen Markt. Diese Pläne seien den Arbeitnehmervertretern von T-Systems Siris und LDCOM am Montag vorgestellt worden. Für den Verkauf sei noch die Zustimmung von Behörden nötig. LDCOM würde 100 Prozent der Siris-Aktien zum Preis von 25 Millionen Euro übernehmen.
Damit werden Presseberichte vom Dezember 2002 bestätigt. Seinerzeit hieß es, als möglicher Käufer für Siris gelte die Telefongesellschaft Cegtel, die zu Vivendi Universal gehört. Die Deutsche Telekom AG hatte Siris vor drei Jahren für gut 700 Millionen Euro erworben. Die französische Tochter verbuchte im Jahr 2001 bei 241 Millionen Euro Umsatz einen Verlust von 155 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt bei Siris ist das Großkundengeschäft. Die Gesellschaft ist die einzige ausländische Festnetztochter der Deutschen Telekom in Westeuropa. Nach der Strategie der neuen Telekom-Führung ist in der Festnetz- Sparte im Unterschied zum Mobilfunk eine globales Netz nicht nötig. (dpa) / (anw)