Stundensätze für IT-Freiberufler schrumpfen
Die durchschnittlichen Stundensätze für IT-Freiberufler sind in Deutschland im vergangenen halben Jahr um 4 Euro auf 70 Euro gesunken.
IT-Freiberufler forderten in Deutschland im Januar 2003 durchschnittlich 71 Euro pro Stunde, Projektanbieter geben 70 Euro. Dies hat das Online-Portal für IT-Freiberufler Gulp ermittelt. Die Stundensätze im IT-Projektmarkt variierten demnach deutlich nach Alter, Position, Berufserfahrung oder Region. Im August 2002 ermittelte Gulp einen durchschnittlich gezahlten Stundenlohn von 74 Euro.
Der schwieriger gewordene Markt finde seinen Niederschlag vor allem in einer "neuen Bescheidenheit" in den höheren Stundensatzbereichen, heißt es. Gegenüber den Vorjahreszahlen gibt es im Vergleich zur Gesamtheit immer weniger Freiberufler, die 90 Euro und mehr pro Stunde verlangen.
In der prozentualen Verteilung nach Lebensalter seien die Folgen der sich zunehmend verschiebenden Alterspyramide in der Gesellschaft zu erkennen. Die bereits vorhandene Häufung der Freiberufler jenseits des 30. Lebensjahres nimmt weiter zu. Mit 28,16 Prozent stellten dabei die 35- bis 39-Jährigen die größte Gruppe. Diese bekommen mit 73 Euro unter den Altersklassen zusammen mit den 45- bis 59-Jährigen die höchsten Stundensätze, während die Freiberufler unter 20 Jahren 45 Euro pro Stunde bekommen.
Nach Regionen aufgeschlüsselt bekommen IT-Freiberufler die höchsten Stundensätze mit durchschnittlich 74 Euro in den Postleitzahlbereichen 2 und 5, mit 60 Euro die geringsten in den Städten und Regionen, deren Postleitzahl mit einer 0 beginnt. Siehe im Vergleich dazu die Ergebnisse der c't Gehaltsumfrage in der aktuellen c't 2003/06. (anw)