Chiphändler ce Consumer in schwierigen Fahrwassern
Die Krise in der Halbleiterindustrie brachte dem Chiphändler einen Umsatzeinbruch und hohe Verluste.
Die Hochstimmung bei ce consumer scheint vorerst vorbei zu sein: Ende 2001 sah man sich noch im Aufwind, im Gesamtjahr 2001 schrammte man dann knapp an Verlusten vorbei, 2002 nun brachte die Krise in der Halbleiterindustrie dem Chiphändler einen Umsatzeinbruch und hohe Verluste. Der Umsatz sank im Gesamtjahr von 426,8 auf 321,3 Millionen Euro. Vor Steuern und Zinsen entstand vor allem wegen hoher Wertberichtigungen ein Verlust von 54,8 Millionen Euro, im Jahr 2001 war es noch ein kleines Plus von 110.000 Euro.
Bei der Vorstellung der Bilanzzahlen für 2001 hatte sich der damalige Vorstandschef Erich Lejeune, der sich gerne medienwirksam als der deutsche Entrepeneur schlechthin präsentierte, für das Jahr 2002 noch optimistisch gezeigt. Der Konzern bekam als Chip-Broker die Halbleiter-Flaute aber besonders stark zu spüren und musste seine Hoffnungen auf Besserungen angesichts des ausbleibenden Aufschwungs erst einmal begraben.
Immerhin aber freut sich die Firma nun, dass man zumindest im vierten Quartal "trotz der schwierigen Marktlage" ein positives operatives Ergebnis erzielen konnte. So gab man sich denn auch trotz aller schlechten Nachrichten wieder leicht hoffnungsvoll: "Auch wenn es erste Anzeichen fĂĽr eine positive Tendenz in einigen Marktsegmenten gibt, ist es noch zu frĂĽh, um von einer Trendwende des Gesamtmarktes zu sprechen. Wir sehen der Zukunft mit vorsichtigem Optimismus entgegen, bei einer hoffentlich geopolitisch stabilen Situation in 2003", meinte der neue Vorstandschef Peter Bohn unter Anspielung auf die anhaltende Drohung eines Irak-Krieges. (jk)