Comeback der Internet-Werbung prognostiziert
FĂĽr 2003 erwartet das Marktforschungsunternehmen CMR einen Anstieg der Online-Werbeausgaben in den USA um 7,4 Prozent gegenĂĽber 2002.
Ungeachtet der geopolitischen Spannungen und ökonomischen Unsicherheiten sind die Ausgaben für Werbung in den Vereinigten Staaten 2002 um mehr als vier Prozent gestiegen. Nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens CMR Media Intelligence gaben US-Unternehmen im vergangenen Jahr rund 117,3 Milliarden US-Dollar für Reklame im Fernsehen, Radio, Print- und Online-Medien sowie auf der Straße aus. Gegenüber 2001 (112,5 Milliarden US-Dollar) stiegen die gesamten Werbeausgaben damit um 4,8 Milliarden US-Dollar (4,2 Prozent). US-Spitzenreiter war im vergangenen Jahr der Autohersteller General Motors, der 2,52 Milliarden US-Dollar (plus 12,5 Prozent gegenüber 2001) für Werbemaßnahmen investierte. AOL Time Warner belegte mit einem geschätzten Werbebudget von 1,85 Milliarden US-Dollar (plus 5,7 Prozent) Platz drei.
Die Umsätze mit Internet-Werbung nahmen allerdings wie erwartet über das Jahr erneut ab. Mit insgesamt 5,7 Milliarden US-Dollar lagen die Ausgaben der US-amerikanischen Unternehmen in diesem Bereich nahezu zwölf Prozent unter denen des Vorjahres (6,5 Milliarden US-Dollar). Einen Hoffnungsschimmer machten die Marktforscher jedoch im dritten Quartal 2002 aus: Nach sechs Negativ-Quartalen in Folge verzeichneten sie erstmals wieder ein Umsatzplus von einem Prozent gegenüber dem Vor-Quartal. Für das Gesamtjahr 2003 prognostiziert CMR sogar einen Anstieg der Online-Werbeausgaben um 7,4 Prozent gegenüber 2002. Der hohe Verbreitungsgrad des Mediums Internet, ein vergleichsweise niedriger Mitteleinsatz und die Möglichkeit, komplette Marketing-Kampagnen online durchführen zu können, würden der Internet-Werbung in diesem Jahr zum Comeback verhelfen, hieß es. (pmz)