ComputerLinks will 2003 wieder schwarze Zahlen schreiben
Im vergangenen Geschäftsjahr musste der Software-Vermarkter einen Verlust von 74,4 Millionen Euro hinnehmen.
Die "absehbare positive Entwicklung" der Wirtschaft, so wie ComputerLinks vor einem Jahr prognostizierte, ist nicht eingetreten. So musste der börsennotierte Software-Vermarkter im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 74,4 Millionen Euro hinnehmen, nachdem das Unternehmen 2001 noch einen Gewinn in Höhe von 1,6 Millionen Euro erzielt hatte. Verantwortlich für das Minus waren in erster Linie außerplanmäßige Abschreibungen von 74,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank von 11,1 Millionen auf 10,2 Millionen Euro.
In diesem Jahr will das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. Die reduzierten Firmenwertabschreibungen würden das Ergebnis 2003 positiv beeinflussen, teilt das Münchener Unternehmen mit. Außerdem wolle man den Aktionären voraussichtlich im Jahr 2004 für 2003 wieder Dividende zahlen.
Der Umsatz stieg 2002 leicht auf 165,8 Millionen Euro. Genauere Prognosen für das laufende Geschäftsjahr seien wegen der noch immer herrschenden Branchen-Flaute schwierig, hieß es. Die Anzahl der Mitarbeiter wurde 2002 um 20 auf 270 Beschäftigte gesenkt. Ein weiterer Stellenabbau sei nicht geplant, sagte Vorstandschef Stephan Link.
ComputerLinks vermarktet in sechs europäischen Ländern erklärungsintensive Hard- und Softwareprodukte. Die Aktie stieg am Dienstag gegen den Trend an den Börsen zwischenzeitlich um 3,2 Prozent auf 3,50 Euro. (anw)