RIM bringt neue Blackberrys

Die Sprach- und Daten-fähigen BlackBerry 6210 und BlackBerry 6220 "sind schmaler und fühlen sich leicht und komfortabel" an, meint das kanadische Unternehmen Research In Motion.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

Das kanadische Unternehmen Research In Motion (RIM) hat zwei neue Blackberry-Modelle für Kunden in Europa vorgestellt. Die Sprach- und Daten-fähigen BlackBerry 6210 und BlackBerry 6220 "sind schmaler und fühlen sich leicht und komfortabel" an, meint RIM. Zudem hat das Unternehmen seinen PDAs mehr Speicher verpasst. Die Blackberrys sind gegenüber herkömmlichen Funk-PDAs deshalb sehr interessant, weil sie E-Mails direkt, also ohne manuelle Anfrage des Nutzers vom Mobilnetz übermittelt bekommen (Push Dienst).

Beide Geräte haben interne Antennen, messen 11,3 × 7,4 × 2,1 cm und bringen 136 Gramm auf die Waage. Zur Texteingabe dient wie bei den älteren Modellen eine für die Daumen-Bedienung ausgelegte Tastatur. Navigiert wird über einen Trackwheel. Der Arbeitsspeicher hat eine Kapazität von 2 MByte, daneben gibts einen Flash-Memory-Festspeicher mit 16 MByte. Als Energiequelle dient eine austauschbare Lithium-Ionen-Batterie, für den Anschluss an PCs oder Laptops gibt es einen USB-Port. Telefonieren kann man wahlweise über Lautsprecher und Mikrofon oder über eine Freisprecheinrichtung.

Der BlackBerry 6210 ist ein Dualband-Gerät für GSM-Netze in den 900- und 1900-MHz-Bändern, es eignet sich also für viele GSM-Netze in Europa und Nordamerika. Der BlackBerry 6220 funkt hingegen in 900- und 1800-MHz-Bändern, die man hauptsächlich in Europa und im asiatisch-pazifischem Raum findet.

Bisher hat RIM seine Blackberrys, die in den USA meist mit CDMA-Funktechnik in den Läden stehen, eher für Geschäftskunden ausgelegt, die auf Daten ihrer Unternehmen unterwegs zugreifen wollten, weshalb solche Blackberrys auf den BlackBerry Enterprise Server angewiesen sind. Auf Geschäftskunden sind auch die Organizer-Funktionen ausgerichtet, zu denen Kalender, Adressbuch, Memopad und eine Aufgabenliste gehören. Der Kalender lässt sich jedoch drahtlos über GPRS mit dem Kalender des Unternehmens synchronisieren, den wiederum Kollegen oder Assistenten pflegen. So sollen User mit ihrem Blackberry unterwegs Terminanfragen stellen, akzeptieren und ablehnen können. Weitere Software lässt sich in Form von Java-Programmen nachrüsten; RIM hält für Programmierer Entwicklerunterlagen auf dem eigenen Server bereit.

Eine erste Vereinbarung für den Vertrieb für Privatkunden hat T-Mobile kürzlich unterzeichnet -- spezielle Server braucht diese Version nicht. In Sachen Geräte- und Verbindungspreisen verweist RIM auf die Netzbetreiber, die Blackberry vertreiben. Das Unternehmen zeigt die neuen Geräte auf der CeBIT 2003 in Halle 12 auf dem Stand A50. (dz)