Hackerparadies CeBIT
Funknetze werden immer beliebter. Das sieht man auch auf der CeBIT: ĂĽber 200 Netze in Halle 1 -- die Mehrzahl davon unverschlĂĽsselt.
Funknetze werden immer beliebter -- das sieht man auch auf der CeBIT. Ein kurzer Rundgang mit einem WLAN-Sniffer durch Halle 1 enthüllte weit über 200 verschiedene Netze. In den kleineren Hallen 2 und 6 waren es immer noch knapp 100. Dabei sind die Hotspots auf der Messe wirklich heiß: An manchen Stellen stürmten Pakete aus über 30 verschiedenen Quellen auf unseren Sniffer ein. Ein Teil davon gehört zum überall präsenten, kostenpflichtigen Funk-LAN-Angebot der Messe AG, das sich unter dem Namen "mobileandmail" meldet.
Bei der Sicherheit scheint langsam Besserung einzutreten: Etliche Netze nutzen die eingebauten Schutzmechanismen wie Verschlüsselung mit WEP und Verstecken der Netze. Ob und in welchem Umfang VPN-Techniken wie IPSec und PPTP eingesetzt werden, haben wir bei unserem kurzen Rundgang nicht geprüft. Die Mehrheit der Access Points sendet jedoch immer noch unverschlüsselt -- ein Paradies für Hacker, die gerne fremde Netze erforschen. Dass diese Spezies auch auf der CeBIT anzutreffen ist, scheint auch manchem Aussteller aufgegangen zu sein: Rund um den IBM-Stand in Halle 1 sendet ein Access Point mit dem einladenden Namen "HackMe". (ju)