Philips zeigt sich im Wettstreit um das digitale Heim gut gerĂĽstet

Philips-Chef Gerard Kleisterlee meint, in Zukunft werde es sehr wichtig sein, dass die verschiedensten mobilen Geräte problemlos miteinander kommunizieren können.

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Für Konsumenten bricht mit den neuen drahtlosen Technologien nach Ansicht von Philips-Chef Gerard Kleisterlee derzeit ein neues Zeitalter für Konsumenten an. "Ich spreche von einer grundsätzlich neuen Art und Weise, wie wir elektronische Geräte zu Hause nutzen und wie wir mit digitalen Inhalten umgehen", sagte Kleisterlee heute auf der CeBIT (Halle 21, Stand B02). Für die Zukunft des drahtlos verbundenen Heims fühle sich der niederländische Elektronikkonzern gut gerüstet.

"Ich weiß, dass die Entwicklung des digitalen Zuhauses das Eintrittsticket sowohl für die Computer- und Softwarebrache, als auch für Hersteller von Unterhaltungselektronik ist", sagte Kleisterlee. Sein Unternehmen könne auf 120 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Unterhaltungs- und Gebrauchs-Elektronik zurückblicken. Philips sei als Marke die Nummer eins in Europa und verfüge über die nötige kritische Masse. Mit zahlreichen Kooperationen werde das Unternehmen auch künftig die Entwicklung neuer Anwendungen vorantreiben. Das Wichtigste werde in Zukunft sein, dass die verschiedensten mobilen Geräte problemlos miteinander kommunizieren können.

Das vernetzte Heim (connecting home) sei heute bereits Realität, so Kleisterlee. Mit dem drahtlosen Internet-Radio Streamium, einem drahtlosen Multimedia-Receiver und der High-Tech- Fernbedienung iPronto für alle Haushaltsgeräte spiele das Unternehmen schon heute eine führende Rolle. In der nächsten Zukunft werden neue Produkte die Lebensweise in Europa und in der Welt grundsätzlich beeinflussen.

Die dafür nötigen Breitbandanschlüsse ins Internet fänden derzeit in Europa noch am zögerlichsten Verbreitung. Im Jahr 2005 würden jedoch bereits 30 Prozent der europäischen Haushalte mit den Hochgeschwindigkeits-Zugängen ausgestattet sein, in den USA 40 Prozent, in Südkorea sogar 80 Prozent. Zur gleichen Zeit werden 13 Prozent in Westeuropa und 20 Prozent der US-amerikanischen Haushalte komplett für das vernetzte Zuhause ausgestattet sein. "Hier entsteht ein riesiger Markt, der an die Entwicklung des Farb-TVs in den Siebzigern, die Verbreitung des PCs in den Achtzigern und die der DVD in den Neunzigern erinnert." (anw)