US-Kongress befasst sich mit Kinderpornografie in Tauschbörsen
Das Government Reform Committee des US-amerikanischen Kongress befasst sich heute mit der zunehmenden Kinderpornografie in P2P-Tauschbörsen.
Das Government Reform Committee des US-amerikanischen Kongress befasst sich heute mit der zunehmenden Kinderpornografie in P2P-Tauschbörsen. Dazu liegen dem Ausschuss unter anderem zwei Berichte vor sowie die Aussagen von zwei betroffenen Kindern. Das General Accounting Office (GAO) hat für seinen Bericht die Tauschbörse Kazaa nach zwölf Suchbegriffen wie "minderjährig" oder "Inzest" durchsucht. Dabei seien 1286 Bild-Dateien gefunden worden, von denen 543 mit Kinderpornographie im Zusammenhang gebracht werden können, berichten US-amerikanische Medien.
Die Ermittler der GAO haben sich die gefundenen Bilder aber nicht angeschaut, da der Besitz kinderpornografischen Materials in den USA strafbar ist. Vergangenes Jahr hatte der oberste Gerichtshof den Child Pornography Prevention Act kassiert, der jegliche Darstellung von Minderjährigen in erotischen Posen verbietet. Der Supreme Court hatte befunden, dass das Gesetz das Grundrecht auf Meinungsfreiheit verletze. Bürgerrechtler beklagen vor der Anhörung, für die Berichte seien Definitionen für Kinderpornografie verwendet worden, wie sie vor dem Urteil des obersten Gerichts üblich gewesen seien. Es gebe keine Beweise dafür, dass es sich bei den gefundenen Dateien um Kinderpornografie oder um legale Bilder handelt. (anw)