Experte: Computer-Kriminalität wird zum Massenproblem
Die Palette möglicher Straftaten reicht von Beleidigung per SMS-Kurznachricht bis zu virtueller Tötung, falls ein Hacker in das Rechnersystem eines Krankenhauses eindringt.
Computer-Kriminalität wird nach Ansicht von Experten zum Massenproblem. "Nicht nur Spezialisten, sondern alle Polizeidienststellen müssen sich künftig mit Informationstechnologie befassen", sagte Dezernatsleiter Christian Förster vom Niedersächsischen Landeskriminalamt heute in einem Gespräch mit dpa.
"Elektronische Beweismittel werden eine immer größere Rolle spielen", erklärte Förster. So wie heute Fingerabdrücke und Blutspuren müssten die Ermittler in Zukunft Mausklicks im weltweiten Datennetz untersuchen. Die Palette möglicher Straftaten reiche von Beleidigung per SMS-Kurznachricht bis zu virtueller Tötung, falls ein Hacker in das Rechnersystem eines Krankenhauses eindringt. Die Elektronik erleichtere Kriminellen die Arbeit: "Früher mussten sich Betrüger ihre Opfer mühsam suchen. Per Internet geht das viel einfacher."
Die Herausforderung durch virtuelle Kriminalität habe die internationale Zusammenarbeit der Polizei stark verbessert, sagte Förster. Nach Angaben des Spezialisten für Datenauswertung sind während der CeBIT 2002 45 Polizeibeamte aus 23 Nationen in Internet-Sicherheit ausgebildet worden. Dabei lernten die Teilnehmer auch die Tricks der Hacker. (dpa) / (anw)