SuSE findet Samba-Sicherheitsloch
Seit gestern gibt es die neue Samba-Version 2.2.8: Sie schlieĂźt eine SicherheitslĂĽcke, die Sebastian Krahmer aus dem SuSE Security Audit Team entdeckt hat.
Erneut müssen die Samba-Entwickler eine Sicherheitslücke im freien Windows-Server schließen. Nachdem Debian-Entwickler bei einem Quelltext-Audit im November eine Lücke entdeckt hatten, hat nun Sebastian Krahmer aus dem SuSE Security Audit Team eine weitere gefunden: Sie betrifft Samba ab Version 2.0.x, beruht auf einem Pufferüberlauf in dem Code, der einzelne Paketfragmente neu zusammenbaut, und könnte von einem Angreifer dafür genutzt werden, beliebigen Code mit root-Rechten auszuführen. In der auf den Mirror-Servern bereitstehenden neuen Samba-Version 2.2.8 hat das Samba-Team die Sicherheitslücke geschlossen. Detaillierte Anleitungen, wie man ältere Server schützen kann, sind in den Release Note zur neuen Version zu finden.
Wie schon beim letzten Mal nutzen die Entwickler das Update, um weitere Korrekturen an der stabilen Version (2.2) vorzunehmen. Der ursprüngliche Plan sah vor, die Weiterentwicklung der Nachfolgegeneration von Samba (3.0) mit aller Kraft voranzutreiben. Die Version 2.2.8 bringt diverse kleine Korrekturen mit, die unter anderem die LDAP- und Winbind-Funktionen betreffen. Das Frontend zur Verwaltung der verschlüsselten Passwörter (smbpasswd) kennt nun Optionen, mit denen man die SID für den Domänenbetrieb auslesen und setzen kann, die bisher in einer der Samba-eigenen Konfigurationsdatenbanken (secrets.tdb) verborgen und nur schwer zu beeinflussen war. (ps)