Ausstellung über Filesharing im Internet
Zum dritten Mal organisiert das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main eine Ausstellung, die sich mit dem Internet beschäftigt.
Das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main baut seinen neuen Schwerpunkt im Bereich digitaler Medien aus. Schon zum dritten Mal organisiert das Haus am Museumsufer eine Ausstellung, die sich mit dem Internet beschäftigt. Nach Computerviren ("I love you") und Internet-Demos ("origami digital") sind nun Musiktauschbörsen wie Napster an der Reihe.
Die Schau mit dem Titel adonnaM.mp3 ist vom 20. März bis zum 20. April zu sehen. Der Name leitet sich von einem Trick ab, der es Napster-Benutzern nach einer gerichtlichen Verfügung ermöglichte, weiter Musiktitel von Madonna aus dem Internet zu beziehen. Die Ausstellung will ergründen, wie sich der Austausch von Audio-Dateien über das Netz auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kunst auswirkt. Die Besucher erfahren unter anderem, wie das Kompressionsformat MP3 entstand und wie die Plattenindustrie versucht, gegenzusteuern.
Das Museum für Angewandte Kunst hatte 1999 eine neue Abteilung namens Digitalcraft gegründet. Die Abteilung will zugleich sammeln, forschen, ausstellen und vermitteln. Die Mitarbeiter haben sich zum Ziel gesetzt, "die Entwicklung schnelllebiger Trends der digitalen Alltagskultur für die Nachwelt zu dokumentieren". (anw)