Microsoft setzt auf Server-Geschäft und bekräftigt Geschäftszahlen
Die Sparte mit Software für Server sei die zugkräftigste im laufenden Geschäftsjahr sagte Finanzchef John Connors heute in München.
Dank eines anziehenden Geschäfts im Großcomputer-Markt rechnet Microsoft trotz der weltweiten Wirtschaftskrise auch im laufenden Jahr wieder mit deutlichem Wachstum. Die Sparte mit Software für Server sei die zugkräftigste im laufenden Geschäftsjahr, sagte Finanzchef John Connors am Montag laut dpa in München bei einem Round-Table-Gespräch.
Er bekräftigte die Mitte Januar veröffentlichten Planzahlen von rund 32 Milliarden US-Dollar (29,6 Milliarden Euro) Umsatz und 14,2 Milliarden US-Dollar operativem Gewinn für dieses Geschäftsjahr. 2001/2002 hatte Microsoft 28,4 Milliarden US-Dollar erlöst und 7,8 Milliarden US-Dollar Gewinn ausgewiesen.
Da der Konzern auf Wachstumskurs bleibe, werde die Zahl der Beschäftigten wie im Vorjahr um erneut rund 5500 aufgestockt. 60 neue Arbeitsplätze sollen in Deutschland entstehen, sagte Connors. Die meisten Stellen würden in Verkauf und Entwicklung geschaffen.
Das Server-Geschäft zog im zweiten Quartal um 12 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar Umsatz an. Im weiteren Jahresverlauf rechnet Connors mit einer Beschleunigung des Wachstums. Dabei setzt er auch auf ein Anziehen der Konjunktur: "Im zweiten Halbjahr werden sich PC- und Server-Markt positiver entwickeln." Konkrete Zahlen nannte der Finanzchef nicht.
Auch für den Online-Dienst MSN und den Bereich Home & Entertainment mit der Spielkonsole Xbox erwartet Microsoft zweistellige Zuwachsraten. MSN war allerdings im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres um rund 20 Prozent eingebrochen. Langfristig will sich Microsoft verstärkt auf den chinesischen Markt konzentrieren. "Ich sehe da große Potenziale", sagte Connors. (anw)