Applied Materials streicht weitere 2000 Stellen

Der weltgrößte Anbieter von Produktionsanlagen für Halbleiterhersteller will "die Kostenstruktur der gegenwärtigen Geschäftslage" anpassen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Applied Materials, der weltgrößte Anbieter von Produktionsanlagen für Halbleiterhersteller, will 2000 Stellen streichen; dies sind 14 Prozent der weltweiten Belegschaft. Das gab Applied Materials am Montag nach Börsenschluss bekannt. 1400 Beschäftigte in Nordamerika sind von den Entlassungen betroffen. Die Mehrzahl wird bis Ende des zweiten Quartals ihre Jobs verlieren. Die restlichen 600 Stellen werden weltweit an anderen Standorten gestrichen. Diese Arbeitskräfte werden bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres ihre Beschäftigung verlieren.

Das Unternehmen will auch Betriebe zusammenfassen. Es erwartet in den kommenden vier Quartalen einmalige Restrukturierungskosten von 425 Millionen US-Dollar und will mit den Maßnahmen 100 Millionen US-Dollar an laufenden Kosten einsparen. Applied Materials will damit "die Kostenstruktur der gegenwärtigen Geschäftslage anpassen." Bereits im November hatte der Konzern die Streichung von 1750 Stellen angekündigt. Für das erste Quartal 2003 hatte der Ausrüster für die Chipindustrie einen Verlust von 65,7 Millionen US-Dollar oder vier Cent pro Aktie gemeldet. (wst)