Motorola-Chef: Mobilfunkmarkt findet zurĂĽck zu den Wurzeln
Komplizierte Datendienste sind nach Meinung Galvins nicht der SchlĂĽssel zum Erfolg.
Motorola-CEO Chris Galvin begeht Tabubruch: Auf einem Treffen von Unternehmensvertretern der Mobilfunkbranche in New Orleans sagte der Vorstand des US-Geräteherstellers, die Mobilfunkindustrie solle sich wieder auf ihre Grundlagen und auf das Kerngeschäft besinnen: Telefongespräche. Die Konzentration auf die Entwicklung komplizierter Datendienste wie Multi-Player-Spiele sei wenig Erfolg versprechend. "Nur weil wir etwas machen können, heißt das nicht, dass wir es machen müssen", sagte er bei der Eröffnung der Konferenz CTIA Wireless 2003 und widersprach damit den Äußerungen vieler Kollegen.
Während die meisten Mobilfunkunternehmen auf mehr Umsatz durch Datendienste hoffen und an kostenspieligen Anwendungen basteln, erklärte Galvin, dass in den USA erst einmal noch am Ausbau des Mobilfunknetzes gearbeitet werden müsse, wenn der Umsatz im Mobilfunkgeschäft verbessert werden solle. (tol)