OLED-Display mit 20 Zoll
Der taiwanische LCD-Hersteller Chi Mei Optoelectronics (CMO) präsentiert den Prototyp eines 20-zölligen organischen Displays.
Der taiwanische LCD-Hersteller Chi Mei Optoelectronics (CMO) will das derzeit größte organische Display gefertigt haben. Der Prototyp des 20-Zoll-OLED wurde zusammen mit den IBM Research Laboratories entwickelt. CMO und IBM Japan gründeten vor rund zwei Jahren das Joint Venture International Display Technology. IDTech fertigt in Yasu, Japan, große LCD-Panels für Desktop-Monitore.
Eine Besonderheit des 20"-OLED: Die Transistoren zur Ansteuerung der organischen Leuchtschichten sind aus amorphem Silizium. Bisher nutzt man in OLEDs polykristallines Silizium, das eine höhere Elektronenbeweglichkeit hat. Amorphes Silizium lässt sich jedoch einfacher und damit kostengünstiger großflächig herstellen. Da auch herkömmliche Flüssigkristallschirme Pixeltransistoren aus a-Silizium nutzen, könnte das OLED von IDTech zudem auf den vorhandenen LCD-Produktionslinien gefertigt werden.
Das 20-zöllige OLED von CMO/IDTech nutzt 1280 × 768 Pixel (WXGA) zur Darstellung und soll bei einer Leuchtdichte von 300 cd/m2 lediglich 25 Watt verbrauchen, was eine ungewöhnlich geringe Leistungsaufnahme wäre. Da aktivierte, helle Pixel relativ schnell an Leuchtkraft verlieren, eignet sich die normalerweise verwendete Schwarz-auf-Weiß-Darstellung von Desktop-Anzeigen nicht für organische Displays. Die Lebensdauer der organischen Schichten wirft ohnehin noch einige Probleme auf, denn die roten, grünen und blauen Pixel altern unterschiedlich schnell. (uk)