Ein Assistent namens Wanda

Die Chip-Schmiede Texas Instruments präsentiert eine eigene Entwicklungsplattform für PDAs mit WLAN-, Bluetooth- und Mobilfunk.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

Die Zeiten, als jeder Handy- oder PDA-Hersteller seine Geräte selbst im stillen Kämmerlein entwickelte, neigen sich anscheinend dem Ende zu. Nachdem kürzlich Intel und Microsoft oder auch Infineon und Samsung eigene Entwicklungsplattformen für das Design und die Herstellung mobiler Geräte vorstellten, legt die Chip-Schmiede Texas Instruments (TI) nach und präsentiert ein eigenes Konzept namens Wanda, den Wireless Any Network Digital Assistant. Das Konzept hat nicht nur einen reizenden Namen, sondern auch einige interessante technische Zutaten, darunter als Kern den OMAP-Prozessor von TI sowie Microsofts Pocket PC als Betriebssystem.

TI zufolge sei Wanda die erste Plattform, die es Herstellern ermöglicht, Geräte mit den drei wichtigsten Netzwerktechniken zu bauen, nämlich WLAN, Bluetooth und GSM inklusive dem Datenfunkverfahren GPRS. PDAs auf Wanda-Grundlage sollen sich für simultanes Internet-Surfen, M-Commerce sowie Bluetooth-Anwendungen wie drahtloses Drucken und Headset-Telefonie eignen und wenn es der Hersteller wünscht auch eine Digicam enthalten. TI zittiert als Argument für Wanda die jüngste Studie des Marktforschungsunternehmens In-Stat/MDR, der zufolge der PDA-Markt in den nächsten fünf Jahren jeweils 20 Prozent zulegen und besonders "integrierte PDAs mit Mobilfunk-, Bluetooth- und WLAN-Technik" hervorbringen wird.

Neben dem Prozessor OMAP 1510 hat der Hersteller weitere Produkte aus eigenem Hause eingebracht, und zwar den Bluetooth-Single-Chip BRF6100, den WLAN-Chip TNETW1100B für Funknetze gemäß der Norm 802.11b sowie den GSM-Chipsatz TCS2100, der sich auch für GPRS eignet. Wanda habe die Firma Accelent Systems nach Vorgaben von TI entwickelt, heißt es. Die Entwicklungsplattform soll ab April erhältlich sein. (dz)