USA heben Terror-Alarmstufe an
Die US-Regierung sieht angesichts des bevorstehenden Irak-Krieges eine erhöhte Gefahr von Terroranschlägen und hat verstärkte Sicherheitsmaßnahmen verfügt.
Die US-Regierung sieht angesichts des bevorstehenden Irak-Krieges eine erhöhte Gefahr von Terroranschlägen im eigenen Land und hat daher verstärkte Sicherheitsmaßnahmen verfügt. Heimatschutz-Minister Tom Ridge stellte am Dienstag in Washington ein umfassendes Aktionspaket unter dem Titel "Operation Freiheitsschild" (Operation Liberty Shield) vor, das unter anderem die schärfere Bewachung von Häfen, Flughäfen und Eisenbahnlinien vorsieht.
Bereits am Montagabend hatte das Ministerium die Terror-Alarmstufe im fünfstufigen Homeland Security Advisory System von "Elevated" (gelb) auf die zweithöchste Stufe "High" (orange) angehoben. Die Anordnung erfolgte in derselben Stunde, in der Präsident George W. Bush dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein eine letzte Frist von 48 Stunden einräumte, sein Land zu verlassen. Bush sprach in seiner Rede davon, dass Anschläge auf die USA nicht auszuschließen seien.
Das Heimatschutz-Ministerium verwies in diesem Zusammenhang auf Geheimdiensthinweise. Die Anschläge könnten nicht nur von dem Netzwerk Al Qaida verübt werden, sondern auch von irakischen Gruppen oder spontan von "unzufriedenen" Einzelpersonen.
Zu den von Ridge verkündeten Maßnahmen gehören unter anderem Restriktionen bei den Flügen über verschiedene US-Städte, verschärfte Inspektionen von eingeführten Nahrungsmitteln und eine besondere Beobachtung des Internet mit Blick auf mögliche Terror-Hinweise. Außerdem sollen Asylbewerber aus bestimmten Ländern, etwa aus Staaten mit vermuteten Terror-Zellen, während der Bearbeitung ihrer Anträge in Gewahrsam bleiben. (pmz)