Musikindustrie schleust keine Viren ein
Der Sprecher der deutschen Phonoverbände widerspricht Medienberichten, nach denen die Musikindustrie Tauschbörsen mit Computerviren infiltriere.
Hartmut Spiesecke, Sprecher der deutschen Phonoverbände (IFPI), weist Behauptungen zurück, die Musikindustrie würde Viren in "illegale Musikservices" einschleusen. Man widerspreche damit Behauptungen des Magazins Tomorrow, sagte IFPI-Sprecher Hartmut Spiesecke gegenüber heise online. "In so genannten Tauschbörsen finden sich Millionen illegale Musikangebote. Hiergegen gehen wir und unsere Mitgliedsfirmen mit rechtlichen und technischen Mitteln vor. Viren, die Schäden auf den PCs von Nutzern verursachen, verbreiten wir aber nicht, das ist nicht unser Stil."
"Selbsthilfemaßnahmen" der Musikindustrie, wie sie in dem Bericht vermutet wurden, haben in der Vergangenheit vor allem US-amerikanische Politiker angeregt, wie zum Beispiel der demokratische Abgeordnete Howard Berman. Seinem Gesetzesentwurf vom Sommer 2002 nach würde es Copyright-Eignern erlaubt sein, auf eigene Faust mit entsprechenden technischen Mitteln den Tausch von Dateien auf dezentralen Peer-to-Peer-Netzwerken wie Gnutella oder Kazaa zu unterbrechen oder zu stören. (anw)