IG Metall kritisiert Compaq-Abwicklung
"Wirtschaftlich unsinnig" sei die geplante Umsiedlung von 600 MĂĽnchner Mitarbeitern nach Baden-WĂĽrttemberg und Nordrhein-Westfalen.
Die Gewerkschaft IG Metall und der frühere Compaq-Betriebsrat haben am Donnerstag ihre Kritik an der Auflösung der alten Compaq-Zentrale in München erneuert. Nach der Fusion mit Hewlett-Packard sollen 600 Beschäftigte aus dem ehemaligen Hauptquartier überwiegend nach Böblingen (Baden-Württemberg) und Ratingen (Nordrhein-Westfalen) wechseln. "Das ist wirtschaftlich unsinnig", kritisierte der Münchner HP-Betriebsrat Christian Brunkhorst in Stuttgart. Die Mitarbeiter könnten im Zeitalter von E-Mail und Internet auch von München aus der Böblinger HP-Zentrale zuarbeiten.
Das Unternehmen rechnet damit, dass einige Beschäftigte nicht wechseln wollen. So könnte der noch ausstehende Stellenabbau von 350 früheren Compaq-Mitarbeitern umgesetzt werden. In Hannover soll die alte Compaq-Niederlassung mit 50 Mitarbeitern geschlossen werden. "Dort bekommen wir Schwierigkeiten, die Service-Verträge der Kunden zu bedienen", meinte Brunkhorst. "Wir werden es aber wohl nicht schaffen, das Management noch zu überzeugen." Der Betriebsrat wolle sich jedoch für eine "Schadensbegrenzung" einsetzen. (dpa) / (pmz)