US-Chiphersteller Micron mit hohem Quartalsverlust
Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megabit fiel bei Micron niedriger aus; dies reflektiere vor allem den deutlichen Verfall der Preise für DDR-RAM.
Micron ist im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres tief in die roten Zahlen gerutscht. Micron wies einen Verlust von 619,2 Millionen US-Dollar aus; im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Verlust 30,4 Millionen US-Dollar betragen. Der Umsatz lag bei 785 Millionen US-Dollar. Unter Ausschluss von Sonderfaktoren und Abschreibungen betrug der Verlust im zweiten Quartal immer noch 386 Millionen US-Dollar verglichen mit 345 Millionen US-Dollar Miese im gleichen Zeitraum des Vorjahrs.
Als Grund für die drastischen Verluste nannte Micron hohe Kosten für die Umstrukturierung des Unternehmens. Außerdem lag der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megabit für die Micron-Halbleiter etwas niedriger als im direkten Vorquartal; dies reflektiere vor allem den deutlichen Verfall der Preise für DDR-RAM, die nur teilweise durch erhöhte Preise für SDRAM wieder ausgeglichen worden seien. DDR-RAM machte im zweiten Quartal rund 60 Prozent der Umsätze von Micron aus; im ersten Quartal waren es nur 40 Prozent. Steve Appleton, Chef von Micron, erhofft sich nun eine Verbesserung der Kostenstruktur vor allem durch die Einführung des 0, 13-µm-Fertigungsprozesses in den nächsten beiden Quartalen. (jk)