PDA-Spezialist Palm verzeichnet Gewinneinbruch

Hohe Kosten fĂĽr den Umbau des Unternehmens und ein UmsatzrĂĽckgang haben Palm einen drastischen Gewinneinbruch beschert.

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  • JĂĽrgen Kuri

Hohe Kosten für den Umbau des Unternehmens und ein Umsatzrückgang haben Palm einen drastischen Gewinneinbruch beschert. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete der US-PDA-Spezialist einen Verlust von 172,3 Millionen US-Dollar; im gleichen Zeitraum des Vorjahres fiel ein Gewinn von 2,9 Millionen US-Dollar an. Ohne Sonderaufwendungen für die Restrukturierung betrug der Verlust immer noch 26,5 Millionen US-Dollar.

Offensichtlich gerät Palm, immer noch Marktführer bei reinen PDAs, unter Druck nicht nur von der Handheld-Konkurrenz, die auf Microsofts Betriebssystem setzt, sondern auch durch die Smartphone-Anbieter, die eine Kombination von PDA und Handy bieten. Der Umsatz bei Palm ging jedenfalls um 28,6 Prozent auf 209 Millionen US-Dollar zurück. Dies sei vor allem auf Absatzschwierigkeiten bei den Highend-Modellen zurückzuführen, hieß es bei Palm.

Die Software-Sparte PalmSource alleine, die für das Palm OS zuständig ist und die auch neben Handspring bei manchen Smartphone-Herstellern reüssieren konnte, verbuchte einen Netto-Gewinn von 1,4 Millionen US-Dollar. Dies ist der erste Gewinn, den der Bereich, betrachtet man ihn isoliert von der Gesamtfirma, verzeichnen konnte. Die Hardwaresparte PalmSolutions dagegen wies einen Netto-Verlust von 165 Millionen US-Dollar aus. PamSource soll nun "im Verlauf des Sommers" komplett verselbstständigt werden, hieß es -- etwas später, als ursprünglich geplant. (jk)