PDA-Spezialist Palm verzeichnet Gewinneinbruch
Hohe Kosten fĂĽr den Umbau des Unternehmens und ein UmsatzrĂĽckgang haben Palm einen drastischen Gewinneinbruch beschert.
Hohe Kosten für den Umbau des Unternehmens und ein Umsatzrückgang haben Palm einen drastischen Gewinneinbruch beschert. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete der US-PDA-Spezialist einen Verlust von 172,3 Millionen US-Dollar; im gleichen Zeitraum des Vorjahres fiel ein Gewinn von 2,9 Millionen US-Dollar an. Ohne Sonderaufwendungen für die Restrukturierung betrug der Verlust immer noch 26,5 Millionen US-Dollar.
Offensichtlich gerät Palm, immer noch Marktführer bei reinen PDAs, unter Druck nicht nur von der Handheld-Konkurrenz, die auf Microsofts Betriebssystem setzt, sondern auch durch die Smartphone-Anbieter, die eine Kombination von PDA und Handy bieten. Der Umsatz bei Palm ging jedenfalls um 28,6 Prozent auf 209 Millionen US-Dollar zurück. Dies sei vor allem auf Absatzschwierigkeiten bei den Highend-Modellen zurückzuführen, hieß es bei Palm.
Die Software-Sparte PalmSource alleine, die für das Palm OS zuständig ist und die auch neben Handspring bei manchen Smartphone-Herstellern reüssieren konnte, verbuchte einen Netto-Gewinn von 1,4 Millionen US-Dollar. Dies ist der erste Gewinn, den der Bereich, betrachtet man ihn isoliert von der Gesamtfirma, verzeichnen konnte. Die Hardwaresparte PalmSolutions dagegen wies einen Netto-Verlust von 165 Millionen US-Dollar aus. PamSource soll nun "im Verlauf des Sommers" komplett verselbstständigt werden, hieß es -- etwas später, als ursprünglich geplant. (jk)