EDS setzt den Chef vor die Tür

Der US-amerikanische E-Business- und Systemberatungs-Konzern Electronic Data Systems macht CEO Dick Brown für Gewinnrückgänge verantwortlich.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der US-amerikanische E-Business- und Systemberatungs-Konzern Electronic Data Systems (EDS) trennt sich von CEO Dick Brown. Brown, der EDS seit 1999 führte und auch den Posten des Vorstandsvorsitzenden inne hatte, wird unter anderem für die Gewinneinbrüche des Unternehmens und den Kursverfall der EDS-Aktie in den vergangenen Monaten verantwortlich gemacht. Brown soll IT-Aufträge zu positiv dargestellt und Risiken bewußt verschwiegen haben. Ersetzt wird Brown durch den 66-jährigen Michael Jordan, einst Chef der US-Fernsehanstalt CBS.

Nach Informationen von US-Medien soll Brown die Demission mit einer Abfindung in Höhe des dreifachen Jahresgehalts (2001: 1,5 Millionen US-Dollar, 7 Millionen US-Dollar Bonus, Aktien im Wert von 27,7 Millionen US-Dollar) sowie der Weiterzahlung der Bezüge bis 2006 versüßt werden. Die dafür anfallenden Einkommensteuern wird EDS dem Vernehmen nach ebenfalls bezahlen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete EDS bei Umsätzen von 21,5 Milliarden US-Dollar einen Nettogewinn von 1,12 Milliarden US-Dollar. (pmz)