GPS-Sonden geben Aufschluss über Zerstörungskraft von Wirbelstürmen

Meteorologen können bessere Aussagen über die Gewalt von Wirbelstürmen machen, wenn sie Flugsonden mit GPS-Empfänger in Hurrikans werfen.

vorlesen Druckansicht 36 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Meteorologen können bessere Aussagen über die Zerstörungskraft von Wirbelstürmen machen, wenn sie kleine Flugsonden mit GPS-Empfänger aus mehreren tausend Metern Höhe in einen Hurrican fallen lassen. Wie das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, lässt sich per Satellitennavigation die Position der einzelnen Sonden fortlaufend verfolgen und daraus ein genaues Profil der Windgeschwindigkeiten in den unterschiedlichen Schichten des Hurricans bestimmen.

Wissenschaftler der Hurricane Research Division in Miami warfen zu diesem Zweck in den vergangenen Jahren rund 300 GPS-Sonden in insgesamt 15 Wirbelstürme. Dabei wurden maximale Windgeschwindigkeiten von bis zu 290 Kilometern pro Stunde vorrangig im Sturmzentrum in einer Höhe von etwa 500 Metern gemessen. Aber selbst in Bodennähe wurden noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h registriert.

Auf der Grundlage von internen Strömungsprofilen lasse sich die zerstörerische Kraft der alljährlich wiederkehrenden Tropenstürme besser abschätzen, resümierten die Forscher. Die ermittelten Daten seien auch für Versicherungen oder Architekten interessant, die auf dieser Basis sturmsichere Bauten in gefährdeten Regionen entwerfen könnten. (pmz)