Bertelsmann trennt sich von der Netzeitung
Die Internetpublikation gehört nun ihrem Chefredakteur.
Der europäische Medienkonzern Bertelsmann hat sich von der Netzeitung getrennt. Die Anteile wurden rückwirkend zum 1. März von der Berliner Netzeitung Beteiligungs GmbH übernommen, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Neue Eigentümer sind damit der Chefredakteur und Geschäftsführer der Netzeitung, Michael Maier, sowie Ralf-Dieter Brunowsky, der langjährige Chefredakteur der Wirtschaftsmagazins Capital. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
Auch fast zweieinhalb Jahre nach der Gründung im November 2000 schreibt die Internet-Zeitung noch rote Zahlen. Nachdem sich Lycos Europe im vergangenen Sommer von ihr getrennt hatte, gehörte sie zur Fachverlagsgruppe BertelsmannSpringer. Zurzeit arbeiten 30 Mitarbeiter für die Publikation. An der redaktionellen Ausrichtung soll sich zunächst nichts ändern.
"Die neuen Eigentümer sehen in der selbstständigen publizistischen Ausrichtung die beste Basis für die Weiterentwicklung der Zeitung", hieß es in einer Mitteilung. Maier kündigte zugleich an, künftig auch die Nachrichten für Online-Auftritte von Tageszeitungen liefern zu wollen. Die Netzeitung produziert bislang unter anderem die Nachrichten für das Klassikradio und das Berliner Spreeradio. (dpa)/ (tol)