Gewerkschaft ver.di protestiert gegen Telekom-Stellenabbau im Osten

Die Streichung von Arbeitsplätzen in Ostdeutschland falle unverhältnismäßig hoch aus, sagte heute eine Gewerkschaftssprecherin.

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  • dpa

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di protestiert gegen den Stellenabbau bei der Deutschen Telekom in den neuen Ländern. Die Streichung von Arbeitsplätzen in Ostdeutschland falle unverhältnismäßig hoch aus, Ersatzarbeitsplätze fehlten, sagte eine Gewerkschaftssprecherin am Dienstag bei einer Betriebsversammlung in Erfurt. Angekündigt wurde eine Protestaktion von Telekom-Beschäftigten aus Chemnitz, Gera, Leipzig, Suhl, Zwickau und Nordhausen.

Nach Gewerkschaftsangaben sind etwa ein Drittel bis 45 Prozent der Arbeitsplätze des Telekommunikations-Konzerns in den neuen Ländern gefährdet. Allein in Thüringen würden bis Ende 2003 etwa 550 Arbeitsplätze wegfallen. Die angebotene Übernahme der Betroffenen in eine Personal-Service-Agentur der Telekom sei keine Lösung, weil die Arbeitnehmer durch fehlende Arbeitsplatzangebote kaum Vermittlungschancen hätten. Ver.di verlangte, dass das Unternehmen geplante neue Stellen vorrangig in den neuen Ländern ansiedelt. (dpa) / (tol)