Deutschlands schnellster Supercomputer zog um
Der mit einer Spitzenleistung von 3,8 TeraFlops schnellste deutsche Supercomputer im Max-Planck-Instituts fĂĽr Plasmaphysik in Garching zog in einen eigens geschaffenen Erweiterungsbau.
Richtige Computer brauchen richtig viel Platz und so zog der mit einer Spitzenleistung von 3,8 TeraFlops derzeit schnellste deutsche Supercomputer im Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching (IPP) kürzlich in einen eigens geschaffenen Erweiterungsbau. Jetzt läuft er wieder mit der vollen Kraft seiner 768 Power-4-Prozessoren (a 1,3 GHz) und rechnet beispielsweise am Fusionsexperiment Wendelstein 7-x herum. Real im Linpack-Benchmark kommt das System auf 2 TeraFlops, was ihn in der letzten Top-500-Liste vom November 2002 weltweit auf Platz 21 hievte.
Verteilt auf 24 tonnenschwere p690-Regatta-Systeme wartet er auf seine nächste Beschleunigung in Form einer rund um den Faktor 100 schnelleren Verbindungstechnik, dem Federation Switch, der 32 GByte/s erzielen soll. Doch wenn es im Sommer so weit ist, dürfte das Max-Planck-Institut die Performance-Krone schon wieder abgegeben haben, denn dann soll im Forschungszentrum Jülich eine noch größere beziehungsweise leistungsstärkere Schar von Regatta-Kollegen mit theoretisch 5,8 TeraFlops wirbeln. Platz drei hält in Deutschland das Hitachi-System im Leibniz-Rechenzentrum München vor einer weiteren IBM-Regatta-Farm, die als Hochleistungsrechenzentrum Nord auf die zwei Standorte Hannover und Berlin verteilt ist, eine jede mit 1,038 Linpack-TeraFlops.
Das IPP kann inzwischen auf stolze 40 Jahre Supercomputer-Einsatz zurĂĽckschauen, wobei der erste aus dem Jahre 1962 mit seinen rund 400 KFlops etwa 10 Millionen Mal langsamer war als der Regatta-Renner. 400 KFlops -- das schafft heute fast jeder Taschenrechner. (as)