Deutschlands schnellster Supercomputer zog um

Der mit einer Spitzenleistung von 3,8 TeraFlops schnellste deutsche Supercomputer im Max-Planck-Instituts fĂĽr Plasmaphysik in Garching zog in einen eigens geschaffenen Erweiterungsbau.

vorlesen Druckansicht 135 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Andreas Stiller

Richtige Computer brauchen richtig viel Platz und so zog der mit einer Spitzenleistung von 3,8 TeraFlops derzeit schnellste deutsche Supercomputer im Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching (IPP) kürzlich in einen eigens geschaffenen Erweiterungsbau. Jetzt läuft er wieder mit der vollen Kraft seiner 768 Power-4-Prozessoren (a 1,3 GHz) und rechnet beispielsweise am Fusionsexperiment Wendelstein 7-x herum. Real im Linpack-Benchmark kommt das System auf 2 TeraFlops, was ihn in der letzten Top-500-Liste vom November 2002 weltweit auf Platz 21 hievte.

Verteilt auf 24 tonnenschwere p690-Regatta-Systeme wartet er auf seine nächste Beschleunigung in Form einer rund um den Faktor 100 schnelleren Verbindungstechnik, dem Federation Switch, der 32 GByte/s erzielen soll. Doch wenn es im Sommer so weit ist, dürfte das Max-Planck-Institut die Performance-Krone schon wieder abgegeben haben, denn dann soll im Forschungszentrum Jülich eine noch größere beziehungsweise leistungsstärkere Schar von Regatta-Kollegen mit theoretisch 5,8 TeraFlops wirbeln. Platz drei hält in Deutschland das Hitachi-System im Leibniz-Rechenzentrum München vor einer weiteren IBM-Regatta-Farm, die als Hochleistungsrechenzentrum Nord auf die zwei Standorte Hannover und Berlin verteilt ist, eine jede mit 1,038 Linpack-TeraFlops.

Das IPP kann inzwischen auf stolze 40 Jahre Supercomputer-Einsatz zurĂĽckschauen, wobei der erste aus dem Jahre 1962 mit seinen rund 400 KFlops etwa 10 Millionen Mal langsamer war als der Regatta-Renner. 400 KFlops -- das schafft heute fast jeder Taschenrechner. (as)