Viva Media springt in die Gewinnzone

Viva-Chef Gorny setzt nun auf internationale Expansion.

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  • dpa

Die Kölner Viva Media Gruppe peilt nach ihrem Sprung in die Gewinnzone weiteres Wachstum in Europa an. "Wir setzen auf Expansion. Italien, Frankreich, England -- wenn es die Marktlage zulässt, wollen wir eines dieser Länder in diesem Jahr angehen", sagte Vorstandsvorsitzender der Viva Media AG, Dieter Gorny. Der Jahresüberschuss stieg nach einem Minus in 2001 von 28,8 Millionen Euro auf ein Plus von knapp 8,6 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Ausschlaggebend waren Verbesserungen im operativen Geschäft sowie Einmaleffekte.

Dem Konzern sei durch den Verkauf eines 49-prozentigen Anteils an der Viva Plus Fernsehen GmbH an AOL Time Warner ein außerordentlicher Ertrag von 30 Millionen Euro zugeflossen. Der Umsatz belief sich auf 113 Millionen Euro (Vorjahr 112,8 Millionen Euro). Nach Umstrukturierungen sank die Zahl der Beschäftigen von 770 auf 580 Mitarbeiter.

"Die AG verfügt weiterhin über ein großes Liquiditätspolster", sagte Gorny. Im Jahr 2002 hatte Viva den niederländischen Musiksender The Box gekauft. Außerdem bestehen Kooperationen mit Sendern in Litauen und in China. Die Erlöse im Segment Musik-TV seien auf Grund des schwachen Werbemarkts in Deutschland um 2,3 Millionen Euro auf 56 Millionen Euro gesunken. Jedoch habe die zur Gruppe gehörende Brainpool mit TV-Formaten wie TV Total, elton.tv sowie Ladykracher dem Umsatz um mehr als fünf Prozent auf 55,4 Millionen Euro gesteigert. Auch der Musik-TV-Umsatz im Ausland sei mit 10,7 Millionen Euro fast verdoppelt worden.

Außerdem plant Viva die Übernahme der Musik Komm GmbH, dem Veranstalter der Kölner Musikmesse Popkomm. Dabei soll mit der Viva Media Enterprises ein drittes Geschäftsfeld gegründet werden. (dpa)/ (tol)