Stiftung soll naturwissenschaftlichen Schulunterricht fördern
Mit einer gemeinsam mit der Metall verarbeitenden Industrie gegründeten Stiftung will Niedersachsen ab Ende August den naturwissenschaftlichen Unterricht an Schulen fördern.
Mit einer Stiftung, die gemeinsam mit der Metall verarbeitenden Industrie gegründet wurde, will Niedersachsen ab Ende August den naturwissenschaftlichen Unterricht an Schulen fördern. Das erklärte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff heute auf der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Hannover. Die mit 25 Millionen Euro ausgestattete Stiftung soll unter anderem Lehrer weiterbilden und mit Veranstaltungen die "Begeisterung für Naturwissenschaften" fördern. "Das muss schon bei Kindern und Jugendlichen losgehen, dass sie belohnt werden, wenn sie den Dingen auf den Grund gehen wollen, und nicht auch noch schief angesehen werden deswegen", erklärte Wulff.
Der Präsident der DPG, Professor Roland Sauerbrey aus Jena, hatte zuvor heftige Angriffe gegen "die politische Elite" formuliert. Die DPG habe seit Jahren Vorschläge formuliert, wie die drängenden Probleme auf dem Gebiet der Bildung, der internationalen Ausrichtung der Forschung und der Energiepolitik gelöst werden könnten. Diese Memoranden, die "fern von Ideologie und auch nicht von der Wirtschaft beeinflusst" formuliert wurden, hätten bei der Politik keinerlei Beachtung gefunden, klagte Sauerbrey.
Dabei sei es zum Beispiel dringend notwendig, eine Vielzahl von "bürokratischen Hindernissen" zu beseitigen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von in Deutschland lebenden ausländischen Wissenschaftlern zu verbessern, beispielsweise durch eine unkomplizierte Regelung der Aufenthaltserlaubnis für die Familien von Forschern. "Ausländische Wissenschaftler müssen so bevorzugt behandelt werden, wie das beispielsweise in den USA der Fall ist", erklärte Sauerbrey. Ansonsten sei "der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe nicht zu gewinnen". (wst)