Institut sieht viel Wachstumspotenzial fĂĽr IT-Branche
Die Bundesbürger begeistern sich besonders für schnelle Internetzugänge.
Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) geht davon aus, dass ein harter Wettbewerb um die IT-Budgets in Deutschland entbrennen wird. Mittelfristig werde der Aufschwung dank UMTS und WLAN kommen, aber im internationalen Vergleich geben die Deutschen wenig für Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) aus. Pro Kopf waren das im Jahr 2002 genau 1579 Euro. Spitzenreiter sind dagegen die Schweizer mit einem Pro-Kopf-Budget von 2791 Euro, dicht gefolgt von den US-Amerikanern mit 2430 Euro im Jahr.
Dennoch bietet Deutschland nach Ansicht des Instituts den IT-Unternehmen große Chancen, weil hierzulande bei den neuen Technologien kräftig nachgerüstet wird. So waren 2002 rund 44 Prozent der Deutschen regelmäßig im Internet unterwegs -- in den USA und den nordischen Staaten sind es zwar immer noch mehr, aber die Wachstumsrate ist hierzulande rasant. Schon im nächsten Jahr sollen 56 Prozent der Bundesbürger über einen Internetzugang verfügen.
Dazu kommt die große Verbreitung von Breitbandzugängen ins Internet. Nach den Erkentnissen des IW haben zurzeit 39 von 1000 Deutschen einen DSL-Anschluss, im kommenden Jahr sollen es bereits 64 sein. Nur in Dänemark (55 von 1000) und Schweden (40) gibt es heute mehr Highspeed-Zugänge.
Auch die Verbreitung der Computer nimmt zwischen Kiel und MĂĽnchen stetig zu. In Firmen und Haushalten brummten 2002 rund 29 Millionen Rechner, 3 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Rein Rechnerisch hat damit jeder dritte Deutsche Zugriff auf einen PC. Weltweit fĂĽhrend auch hier die USA: Statistisch haben 86 Prozent der US-Amerikaner einer Rechner.
Vergleichsweise schlecht ausgestattet sind die deutschen Schulen. FĂĽr 100 SchĂĽler an Gymnasien, Haupt- und Realschulen stehen nur 4 PCs bereit. (tol)