Spammer wollten GMX-Accounts ausspähen

Über den Windows-Nachrichtendienst forderten bislang unbekannte Täter zahlreiche Nutzer auf, ihnen Benutzerkennung und Passwort per E-Mail zuzusenden.

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Mit einer angeblich von GMX stammenden Mitteilung über den Windows-Nachrichtendienst versuchten Unbekannte, an die Zugangsdaten von GMX-Usern heranzukommen. Die etwas krude Geschichte: Bei einem Wasserrohrbruch im Rechenzentrum von GMX sei die Kundendatenbank beschädigt worden, man möge bitte innerhalb sechs Stunden Kundennummer und Passwort an die Adresse Kunden-Betreuung@gmx.de schicken, da ansonsten der Account gelöscht werde. Damit das ganze Vertrauen erweckender aussieht, wurden die kompletten GMX-Kontaktinformationen aufgelistet.

Das Ziel der Aktion ist klar: Die so gewonnenen Adressen können für Spams oder sonstige gefälschte Nachrichten benutzt werden. Ganz nebenbei erhalten die Spammer Zugriff auf persönliche Informationen, beispielsweise eingehende E-Mails oder das Adressbuch.

GMX reagierte sofort und deaktivierte zunächst das in der Nachricht genannte E-Mail-Konto. Damit verhinderte GMX, dass eventuell an diese Adresse versandte Zugangsdaten in falsche Hände gelangen können. GMX-Pressesprecherin Marion Schanzer gegenüber heise online: "Wir haben gegen den Urheber dieser Aktion bereits rechtliche Schritte eingeleitet." In einer Information an die betroffenen Kunden wies GMX nochmals deutlich darauf hin, dass das Passwort von GMX-Kundendienstmitarbeitern niemals abgefragt wird. (uma)