Lucent kann klagende Aktionäre beschwichtigen

Der US-Telecomkonzern Lucent Technologies hat sich mit klagenden Aktionären außergerichtlich auf die Zahlung von rund 315 Millionen US-Dollar geeinigt.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der US-Telecomkonzern Lucent Technologies hat sich mit klagenden Aktionären außergerichtlich auf die Zahlung von rund 315 Millionen US-Dollar geeinigt. 54 Aktionäre hatten das Unternehmen verklagt, nachdem der Aktienkurs in den vergangenen Jahren über 90 Prozent gefallen war. Die Aktionäre warfen dem Konzern vor, die Aktienkurse während des Telecom-Booms durch betrügerische Finanzpraktiken künstlich in die Höhe getrieben zu haben. Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf informierte Kreise, die Klagen hätten – wenn sie vor Gericht ausgetragen worden wären – das Unternehmen in den Bankrott treiben können.

Ende Februar hatte sich Lucent, das seine Umsätze für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 1999/2000 um rund 700 Millionen US-Dollar nach unten korrigiert hatte, bereits gütlich mit der US-Börsenaufsicht geeinigt. "Mit dieser Zahlung können wir die rechtlichen Streitereien hinter uns lassen und uns wieder voll auf das Tagesgeschäft konzentrieren", zeigte sich Patricia Russo, die Chefin des Unternehmens, erleichtet. (wst)