Gainward gewinnt Klage gegen Actebis
Der Geschäftsführer des Grafik-Spezialisten findet, der Rechtsstreit sei überflüssig gewesen.
Der Rechtsstreit zwischen dem Grafikspezialisten Gainward und dem Distributoren Actebis ist beendet. Das Landgericht Arnsberg hat der Klage gegen Actebis auf Zahlung von 25.000 Euro offener Rechnungen samt 10,57 Prozent Zinsen stattgegeben. Actebis trägt die Kosten des Verfahrens. "Dieser Rechtsstreit war überflüssig und ist alles andere als ein Aushängeschild für die Branche", kommentiert Gainward-Europa-Geschäftsführer Hans-Wolfram Tismer die Klage, die sein Unternehmen angestrengt hatte.
Gainward und Actebis hatten 2001 einen Distributionsvertrag geschlossen. Im April 2002 belegte Actebis Gainward im Rahmen interner Probleme mit einem Zahlungs- und Bestellboykott. Neue Produkte wurden nicht gelistet, selbst Kundenbestellungen (Back Orders) wurden bei Gainward nicht mehr nachbestellt. In der Folge brach der Umsatz binnen Wochen zusammen, und Händler bedienten sich über alternative Bezugsquellen. Dem Ansinnen von Actebis, über 60 Tage alte Ware gegen volle Kaufpreiserstattung zurückzunehmen, wollte Gainward nicht entsprechen. Daraufhin wurde offenen Forderungen über gut 25.000, denen zu keinem Zeitpunkt widersprochen wurde, eine Aufrechnung gegenüber gestellt, die das Gericht nach Mitteilung von Gainward als substanzlos bezeichnete. (tol)