AOL entlässt weitere 420 Mitarbeiter
AOL Time Warner entlässt weitere 420 Mitarbeiter, um finanziellen Verlusten durch Abwanderung der Kundschaft entgegenzuwirken.
AOL Time Warner reduziert seine Belegschaft um weitere 420 vorwiegend in Callcentern tätige Mitarbeiter. Das berichtete die Washington Post am Dienstag. Mit den Entlassungen will AOL finanzielle Verluste durch Abwanderung der Kundschaft zu Providern mit High-Speed-Anbindungen entgegenwirken. Durch diese erneute Kündigungswelle erhöhte sich die Zahl aller Entlassungen unter dem neuen AOL-Chef John Miller auf 865 der damals 18000 Beschäftigten.
Um die weitere Abwanderung von Kunden zu bremsen, stellte das Unternehmen seine neuen "AOL for Broadband"-Services vor, die eine Partnerschaft mit der Baseball-Mittelliga sowie Livestreams von ABC-News beinhalten. Laut AOL-Chef Miller versucht man damit den "AOL-Mitgliedern zu geben, was sie möchten, und das ist mehr und mehr ein Übergang zur High-Speed-Welt".
Lisa Gurry, Produkt-Managerin von AOLs ärgstem Konkurrent MSN äußerte sich dazu: "Nachdem es AOL nicht gelungen ist, rechtzeitig einen besseren Breitband-Zugang zu entwickeln, befindet sich das Unternehmen nun in einem Prozess der Umstrukturierung und des Aufholens. Es ist AOL zwar gelungen, einen äußerst profitablen Dial-Up-Service zu schaffen, aber nun einen Schritt weiterzugehen, wird natürlich weitere negative Auswirkungen auf den Umsatz haben." (svh)