Indien stellt seinen neuesten Supercomputer in Dienst
Indien hat nun den ersten "Param Padma"-Supercomputer in Betrieb genommen.
Nachdem es Indien 1988 aufgrund von Exportbeschränkungen nicht gelungen war, einen Supercomputer aus den USA zu erwerben, wurde ein eigenes Entwicklungsprogramm beim C-DAC vorangetrieben. Dies brachte den ersten indischen Supercomputer PARAM (PARAllel Machine) hervor. Seitdem wurden 52 Stück vorwiegend in Indien, aber auch in Kanada, Deutschland und Singapore installiert. Die Supercomputer zeichnen sich durch einen äußerst niedrigen Preis aus. So kostet zum Beispiel die neueste Errungenschaft, der "Param Padma" nur etwa 5 Millionen US-Dollar, die Hälfte dessen, was ein gleichwertiges System am Markt kostet. Dafür erscheint die Rechenleistung von nur einem Teraflop im Vergleich zum schnellsten Supercomputer, dem "Earth Simulator" in Japan mit seinen knapp 36 Teraflops gering.
Erstmals werden IBMs Power4 statt wie bisher SUNs UltraSparc-II Prozessoren verwendet. Es handelt sich um einen SMP Supercomputer. Als Betriebssystem kommt Linux beziehungsweise AIX zum Einsatz, wobei unter AIX 62 × 4, unter Linux 8 × 4 Nodes genutzt werden können. Diese Nodes sind durch einen neu entwickelten Voll-Duplex-Switch mit 2,5 GBit/s verbunden. Als Datenspeicher stehen primär 5 TByte zur Verfügung, die Kapazität ist auf 22 TByte ausbaubar. Weitere Spezifikationen gibt es bei C-DAC. (svh)